Ok, mal ehrlich: Wenn du diesen Sommer noch kein Album gefunden hast, das sich richtig anfühlt – hier ist es.
Malcolm Todd ist 22, kommt aus L.A., spielt Gitarre, schreibt seine eigenen Songs, und hat gerade sein drittes Album rausgebracht. „Do That Again“ klingt nach dem Sommer, den man sich vorstellt, wenn man eigentlich nur im Büro sitzt.
Das Album ist nach einer Tour und einer Trennung entstanden – und man hört das, ohne dass es sich nach Konzept anfühlt. „Obsessica“ ist Verliebtsein als dauerhafter Aggregatzustand. „I Saw Your Face“ ist der Moment danach, wenn man weiß, dass die richtige Entscheidung trotzdem wehtut. Und der Titeltrack mit Steve Lacy – ja, dem Steve Lacy, der Todd überhaupt erst zur Gitarre gebracht hat – ist einer dieser seltenen Songs, bei denen man merkt, dass da gerade ein Kreis geschlossen wird.
Irgendwo zwischen Paul Simon und Prince, aber klingt trotzdem nach 2025. Das ist eigentlich das Schwierigste und er macht es so, als wäre es nichts.
Juni-Album. Fenster auf. Lautstärke nach eigenem Ermessen.



