Schuhe, Schuhe, Schuhe! Es soll ja Menschen geben, die beurteilen andere nach ihrem Charakter, doch die meisten von uns beurteilen unser Gegenüber nach ihrem Schuhwerk. Von Chucks bis Tripple S die Welt dreht sich um Sneaker.

Damals waren Turnschuhe nicht die allgegenwärtige Schuhwahl der Massen, sondern etwas, das in den Bereich der Sportbekleidung gehörte und eben Sportlern vorbehalten war. Doch es hat sich einiges geändert. Dabei spielt nicht nur der Look eine Rolle, jeder Schuh hat eine eigene Geschichte, eine Botschaft, eine Seele. Es wird also Zeit Licht ins Dunkel der Zeit zu bringen und uns die Geschichte in Kicks anzuschauen. Knapp 100 Jahre Schuh-History in 10 Sneakern.

Aber wir machen das ganze nicht nur rein theoretisch, sondern zeigen euch direkt wo ihr die Treter bekommt, die jeder im Schrank haben sollte, Dank freundlicher Unterstützung von Peek & Cloppenburg (Es gibt zwei unabhängige Unternehmen Peek & Cloppenburg mit ihren Hauptsitzen in Düsseldorf und Hamburg. Dieser Artikel beruht auf einer Kooperation mit der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, deren Häuserstandorte ihr unter www.peek-cloppenburg.de findet).


1922 Converse – Chuck Taylor All-Star

Der Ur-Vater aller Schuhe: Bereits 1917 entwarf das Unternehmen den Vorläufer des modernen All Star-Schuhs. Der Schuh bestand aus einer Gummisohle und einem Canvas-Obermaterial und war für Basketballspieler konzipiert. Doch erst als im Jahr 1921 Charles „Chuck“ Taylor, ein US-amerikanischer semi-professioneller Basketballspieler seine Unterschrift als Empfehlung auf den Patch setzte, wurden sie als Chuck Taylor All Stars, der erste prominente Sportschuh, bekannt. Für Damen und Herren hier lang.



1958 Lacoste – Carnaby

Das Poloshirt mit dem aufgestickten Krokodil machte Rene Lacoste weltberühmt. Das Symbol der Highend-Marke erhielt der Tennis Profi durch eine Wette um einen Krokolederkoffer 1930. Das Match hatte er zwar verloren, dafür aber einen Spitznamen gewonnen. Der erste Lacoste-Schuh wurde 1958 hergestellt. Im selben Jahr erweiterte Lacoste seine Reichweite und brachte eine Kinderkollektion mit Poloshirts und T-Shirts auf den Markt und machte aus einer reinen Sportbekleidungsmarke, dass was wir als Lacoste heute kennen.



1968 Puma – Suedes

Die Brüder Adolf und Rudolf Dassler kann man wohl als die Gebrüder Grimm der Schuhwelt bezeichnen. Nachdem die beiden sich 1948 zerstritten, gingen sie getrennte Wege und gründeten Adidas und Puma. Seitdem standen die beiden in ständiger Konkurrenz um Marke, Marktanteile und eben auch Marketing. Bei den Olympischen Spielen 1968 sponserte Puma die beiden Afro-Amerikaner Tommie Smith and John Carlos, die später auf dem Siegertreppchen mit Puma Suedes in der Hand und Faust in der Luft für Menschenrechte protestierten und den Black Power Salute unsterblich machten. Für Damen und Herren hier lang.



1969 Adidas – Superstar

Wie bereits erwähnt sind die Dasslers aus der Sneaker Geschichte nicht wegzudenken.1969 schmiedete Adolf den Superstar, der eigentlich nur eine Low-Top-Version eines Profi-Basketball Models war, sich allerdings so großer Beliebtheit erfreute, dass er seither immer wieder neu erfunden wurde. Diese ikonische Silhouette mit dem Spitznamen „Shelltoe“, „Shell Shoes“ oder „Shell Tops“ gilt als einer der Haupteinflüsse für den Aufstieg der modernen „Sneaker Culture“.



1970 Adidas – Stan Smith

Nur ein Jahr später ein weiterer Dauerbrenner aus Herzogenaurach – Bereits 1963 hatte Adidas den ersten Tennisschuh aus Leder herausgebracht und ließ ihn von Tennis-Profi Robert Haillet vermarkten. Als dieser sich zur Ruhe setzte, fand man einen neuen Celebrity um den Schuh einen Aufschwung zu verleihen. Im Jahr 1971 wurde das Modell in „Stan Smith“ umbenannt, nach dem Tennis-Champion, der zu dieser Zeit auf Platz 1 der Weltrangliste stand. Für Adidas wurde der Sneaker zum Toröffner auf dem amerikanischen Markt. Für Damen und Herren hier entlang.



1977 Vans – Slip-On

Ursprünglich unter dem Namen „Style # 98“ bekannt, fand der Schuh, der später als international anerkannter Vans Classic Slip-On bezeichnet wurde, in den späten 70er Jahren schnell einen festen Platz in der südkalifornischen Skate- und BMX-Szene. Heute gilt der Slip-On weiterhin als die kultigste Silhouette der Marke und kommt einfach nie aus der Mode. Keine Schnürsenkel, kein Stress!



1980 Adidas – Campus

Der Campus hat einen soliden Platz in der Geschichte der Marke mit den drei Streifen – nur im Rampenlicht stand er lange Zeit nicht. Unter dem Namen “Tournament” begann er seine Laufbahn auf dem Basketball-Court und machte sich nach und nach zum Skate-Schuh. Erst 1980 unter neuem Namen und mit berühmten Fans aus der New Yorker Szene, wie Run DMC und den Beastie Boys, wurde er ein nicht wegdenkbarer Teil der Hip-Hop Kultur. Für Damen hier und für die Jungs hier.



1982 Nike – Air Force 1

Sneaker-Geschichte ohne den Namen Nike wäre undenkbar. Der Air Force 1 wurde 1982 produziert und schon 1984 wieder eingestellt. Doch 1986 mit dem modernen kursiven Nike-Logo und mit Swoosh auf der Unterseite und Rückseite des Schuhs neu aufgelegt. Seitdem wurden über 1.700 Farbvarianten hergestellt, was einen geschätzten Umsatz von 800 Millionen USD pro Jahr bedeutet. Übrigens bezieht sich der Name des, von Fans nur AF1 genannten, Sneakers tatsächlich auf die Air Force One, das Flugzeug, das den Präsidenten der Vereinigten Staaten befördert.



1985 Reebok – Club C

Der Reebok Club C (kurz für „Champion“) erschien 1985 mehr oder weniger als eine neu betitelte Version des Reebok Revenge Plus, da der name eher dem Dresscode und den Konventionen der Tennisclubs entsprach. Ein Champion ist im Club eben besser angesehen als ein Rächer. Der Club C begann seinen Siegeszug und Reebok übertraf noch im selben Jahr den Leichtathletikriesen Nike in Größe und Umsatz.



1997 Nike – Air Max 97

Ach die 90er sind einfach nicht totzukriegen. Obwohl die Air Max Reihe bereits 1987 gestartet wurde, mussten wir uns nunmal für ein Model entscheiden. Von Sneaker-Gott Tinker Hatfield erdacht, sind Air Max leicht an ihrer von außen sichtbaren Gas-Dämpfungs-Kapsel zu erkennen. Der 97 ist hier eine Besonderheit: Inspiriert von den Hochgeschwindigkeitszügen Japans featured er eine Komplette Air-Sohle und ein verstecktes Schnürsystem.

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