Photographer & Art Director, Szilveszter Makó @szilvesztermako. Zara

John Galliano x Zara. Damit hat keiner gerechnet.

John Galliano ist zurück und geht einen Weg, den wohl kaum jemand auf dem Zettel hatte. Statt eines klassischen Luxushauses landet er bei Zara. Für zwei Jahre. Und mit einer klaren Idee: das Archiv neu schreiben.

Nach seinem Abschied von Maison Margiela wurde viel spekuliert. Alaïa, Versace, vielleicht etwas Eigenes. Stattdessen: der weltweit größte Fashion-Retailer. Ein Move, der erst irritiert und dann doch Sinn macht.

Galliano nennt das Projekt „fun“ und denkt es gleichzeitig überraschend konsequent. Er arbeitet direkt mit alten Zara-Pieces, zerlegt sie, baut sie neu auf und übersetzt sie in saisonale Kollektionen. Kein simples Throwback, sondern eher Couture-Denke im Fast-Fashion-Kontext. Archiv nicht als Referenz, sondern als Rohmaterial.

Der erste Drop kommt im September 2026. Ein Moment, in dem sich Tempo und Handschrift treffen. Schnell produziert, aber mit klarer Autorenschaft. Genau diese Spannung macht das Ganze interessant.

Zara bringt dafür nicht nur Reichweite mit, sondern auch Zahlen. Über 28 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2025. Wachstum leicht abgeflacht, aber immer noch vor Konkurrenten wie H&M. Kollaborationen sind dabei nichts Neues für die Brand, von Kate Moss bis Steven Meisel war schon einiges dabei. Galliano setzt jetzt nochmal einen anderen Ton.