Gucci hat heute offiziell sein neues Kapitel aufgeschlagen – und zwar nicht leise. Demna, Ex-Balenciaga-Mastermind, startet mit einer Kollektion namens La Famiglia. Klingt nach Sonntagspasta bei Nonna, sieht aber eher nach Italo-Soap mit zu viel Champagner aus.
Anstatt brav einen Laufsteg zu inszenieren, zeigt er uns erst mal: ein überdimensionaler Monogramm-Koffer im Goldrahmen. Meta genug? Immerhin, Gucci begann ja wirklich mit Koffern. Demna packt also im wahrsten Sinne seine Vision aus – und plötzlich stolpern wir über Charaktere wie „La Bomba“ (Tigerfellmäntel, Beine raus), „La Principessa“ (rosa Kleid mit Federdrama) oder „Miss Aperitivo“, deren Lebensziel offensichtlich „nur Spaß haben“ ist. Sympathisch.
Natürlich dürfen die Klassiker nicht fehlen: Horsebit-Loafer, Bamboo-Bag und das Flora-Muster für den Nostalgie-Kick. Aber der Ton ist klar: weniger Büro-Outfits, mehr nackte Haut und 90er-Jahre-Gucci-Vibes à la Tom Ford – nur eben durch Demnas ironische Brille.












Die Fotos stammen von Catherine Opie, die selbst aus der Kunst-Avantgarde kommt, was erklärt, warum selbst ein Typ in Speedos plötzlich nach „Gucci-Ikone“ aussieht.
Und das Beste: Das ist erst der Auftakt. Die große Runway-Show ist für Februar angesetzt.



