Wer kein Fan vom Strand ist, war bei der Louis Vuitton SS27 Show letzte Nacht eher falsch. Pharrell hat das Gelände der Cité Internationale Universitaire de Paris in einen goldenen Strand verwandelt, klebriger Sand inklusive, und dann eine neun Meter hohe Welle aus echtem Wasser darüber kippen lassen. So ein Bühnenbild hat man lange nicht gesehen, zuletzt bei Chanel unter Lagerfeld.
Surfer trifft Dandy
Die Idee dahinter: Surfer und Dandy haben mehr gemeinsam, als man denkt. Auf dem Laufsteg kamen die Models direkt unter dem Wellenkamm hervor. Langhaarige Cali-Typen mit Palmenprints, die LV-Surfbretter in Originalgröße durch die Gegend trugen. Sakkos zu Shorts, ganz lässig. Und ein paar echte Neoprenanzüge.
Louis Vuitton SS27 mit einem guten Zweck
Das Beste kam nach der Show. Die ganze Surf-Nummer war auch ein Türöffner für etwas Sinnvolles. Louis Vuitton hatte 2023 seine Umweltziele unter dem Namen Regeneration 2030 neu aufgesetzt, und jetzt, inspiriert von der SS27 Show, unterstützt das Haus die Meeresschutz-Gruppe Coral Gardeners. Es geht um Riff-Restaurierung in Französisch-Polynesien: 1.000 Korallen sollen am Standort Tiaia gepflanzt und 250 Quadratmeter Riff im Jahr 2026 wiederhergestellt werden.
Heißt: Pharrell hat eine Welle gebaut, eine ganze Strandparty draus gemacht und am Ende ging es ums Meer selbst. Nicht die schlechteste Art, eine Fashion Week zu eröffnen.



