Frohes Neues Jahr! Zumindest all euch Fashionistas, die mit gespanntem Blick die internationalen Fashion Weeks verfolgen. Der Januar der Modeindustrie hält nicht nur jede Menge September-Cover der Modemagazine parat, sondern lädt auch zum halbjährlichen Zirkus der Influencer und achja, auch Designer ein.

In den beliebten #FROWs tümmeln sich besonders in dieser Saison nämlich weniger die Journalisten, sondern eher kreative Inszenierungen, die „Hallo, Aufmerksamkeit bitte!“ nur so ausstrahlen. Und zwischen den ganzen Selfies und unreflektierten Kommentaren zu den Kollektionen, wird es mit jeder Fashion Week schwieriger sich überhaupt noch auf die Mode zu konzentrieren. Schade, denn eigentlich sind die Präsentationen der Frühling/Sommer (oder welchen auch immer) Kollektionen inspirierend und gleich zu der Höhepunkt monatelanger Designarbeit. Kein Wunder, dass viele Designer der Londoner Fashion Week fern bleiben und der Kalender scheinbar immer und immer kleiner wird. Die Frage „Für welches Magazin arbeitest du?“ wurde durch „Wie viele Follower hast du auf Instagram?“ ausgetauscht und eine gut fundierte Modeanalyse hat kaum noch Stellenwert mehr.

Da fragt man sich natürlich: „Why bother?“ und na klar, haben wir mit Electric Feel nicht dieselbe Reichweite wie ein Instagram-Model mit 200k Likes, dennoch hat man mit journalistischem Hintergrund meist ein paar Sätze mehr zu sagen als ein „LOVE IT!“ Kommentar auf einer Story. Ja, die Frustration vieler Journalisten ist sehr präsent, denn man fühlt sich als „einfacher Editor“ nicht wirklich gewollt. Nichtsdestotrotz durften wir verschiedene Schauen und Präsentationen besuchen und haben zwischen dem ganzen Social Media-Tumult hier unsere „love it!“-Looks parat – ohne viel Kommentar, because…

 

Alice Archer

Die britische Designerin und Central St Martins Absolventin hat uns diese Saison absolut überzeugt und auch auch Promis wie Sandra Bullock, Ellie Goulding und Co. sind Fans. Inspiriert von Charles Rennie Mackintosh Aquarellgemälden, hat Archer zwar völligst das berühmte Der Teufel trägt Prada Kommentar „Blüten? Im Frühling? Revolutionär!“ getroffen, schafft es jedoch Blüten irgendwie doch anders aussehen zu lassen. Also, lasst euch von diesen detailverliebten Looks zeichnen:

 

Jamie Wei Huang

Ursprünglich aus Taiwan, hat Wei Huang ebenfalls Central St Martins besucht und ist künstlerisch ganz gut dabei. Unter dem Motto „OCD“ gibt es zerzauste Haare, raffinierte Träger und die beliebten Seidenkleidchen.

 

Hill & Friends

Ihr kennt doch DIE Tasche oder? Die Tasche, die man anstatt der anderen 423904823 die man besitzt, immer benutzt. Praktische Größe, alltagstauglich und mit ganz viel Glück von Omma oder Mami weitergegeben. Ein Traditionsstück quasi. Und genau solche Taschen schaffen Emma Hill und Georgia Fendley – qualitativ hochwertige Modelle, die für die Ewigkeit sein sollen.

 

Sharon Wauchob

Ratet mal welche Schule Wauchob besucht hat? Richtig! Die Londoner Fashion Week ist Kollektiv der Central St Martins Absolventen und seit 2003 ist Wauchob mit ihrer eigenen Linie auf dem Radar der hiesigen Modeszene. Die Pariser feiern sie ebenfalls und so verbindet die Designerin mit der Spring/Summer 2020 Kollektion die beiden Städte. Ihre eigenen Erfahrungen der letzten 15 Jahre werden hier widergespiegelt und zeigen sich in seidenen Chiffon-Kleidern, klassischen Silhouetten und maskulin-geschnittenen Hosen.

 

Und hier noch weitere Looks, die uns diese Saison gefallen haben:

Mark Fast

 

 

 

YCH

 

Underage

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