Mittlerweile seit Jahren unsere absolute Lieblingskünstlerin, mit dem in 2018 erschienenden, selbstproduzierten Album ISON und mehreren EPs und Singles, sowie einer Bühnenpräsenz die selbst der Kanzlerin einen visuellen Orgasmus verschaffen würde, ist die holländisch-iranische Kuenstlerin mit ihrer neuen Single „Oh my God“ zurück. Seit Mitte der 2010er langsam aber stetig in Beliebtheit steigend, hat die genre-übergreifende Künstlerin bis jetzt durch Musik beeindruckt, die das Alltägliche in eine augmentierte Traumwelt erhoben hat. Mit ihrer neuen Single ist die Sängerin, die unter anderem Billie Eilish und Solange zu ihren treuen Fans zählt, jedoch im Gegensatz komplett transparent. Die Lyrics beschreiben dabei Sevdalizas Weg zur Selbstfindung durch Musik und Tanz, angefangen mit ihrem ersten Casio Keyboard, welches sie bereits als junges Mädchen geschenkt bekommen hat. Das Musikvideo spiegelt die Mood des Songs durch zusammengesetzte Videoclips ihrer Kindheit wieder und leutet eine neue Ära für Sevdalizas Karriere ein.

Durch einen Mix von Tri-Hop, Avantgarde Pop und Electronica protestiert die im Iran geborene Künstlerin gegen das globale sozial-politische Klima, dass momentan zu internationalen Spannungen und Zukunftsängsten vieler Menschen führt. Dabei deutet Sevdaliza auf ihre eigene Vergangenheit als iranischer Flüchtling hin, ist sie erst in ihren jungen Jahren in die Niederlande gezogen, und versucht damit auf die Ungerechtigkeit unterdrückender Regimes und Institutionen aufmerksam zu machen. In Solidarität mit allen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und um ihren politischen Standpunkt klar zu machen, sagt Sevdaliza, dass sie auch in Zukunft nicht vor Kritik zurückscheuen wird, sondern ihre Position als Künstlerin gerade dazu nutzen möchte. In einem Interview mit Hypebeast bestätigt Sevdaliza dies:

„Globalization for me does not only include taking up whatever suits me in my bubble. It also means being responsible and aware towards it’s sacrifices. I believe in collective energy. If you ache, so do I in some kind of frequency. It all stems from that point of view of existentialism, the gift and the curse.“

Wie auch zuvor, sind wir tief von der 32-Jährigen begeistert und hoffen, dass nach der Single „Oh my God“ nun bald auch ein neues Album folgt. Sevdalizas Video zur neuen Single gibt es unten und mehr Musik der Göttin findet ihr auf Spotify.

 

 

 

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