Jaaa, natürlich gab’s bei der Modewoche der Männer letztes Wochenende in London die neuen Trends der Herbst/Winter 2020/2021 Saison zu sehen. Aber die haben, naja, kaum wen interessiert. Fiorucci hat es clever gemacht: Anstatt zur Show oder Präsentation einzuladen, haben sie eine Party geschmissen. Ohne Klamotten, aber mit jeder Menge Alkohol, in einem schicken Hotel. Die Pressemitteilung gab’s dann direkt danach per E-Mail. Cleveres Marketing, weil Kommentare wie „Ich gehe nur noch zu den Partys, die sind eh spannender als alles andere“ hörte man zuhauf. Spannend sind die Partys anscheinend aber nur, wenn der Alkohol fließt, denn sobald die Bar schloss, waren die Gäste im Nullkommanix weg.

Seit 5 Jahren habe ich jede Fashion Week in London besucht und mit jeder Saison wird die Liste der Designer immer kleiner. Das Publikum schrumpft ebenfalls und die „Qualität“ der Gäste… schwierige Nummer. Auch viele Modelabels, die vor ein paar Jahren ihre Kollektion noch präsentiert haben, zeigen mittlerweile gar nicht mehr oder haben, wie Fiorucci, andere Wege gefunden, um die Presse und Co. zu erreichen.

Dennoch haben gab es einige Highlights, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Die mutigen Brands, die trotz der Krise der Modebranche und dem Imageproblem der Fashion Week, jetzt in London die H/W-Kollektion präsentiert haben, findet ihr hier:

Astrid Andersen

Art School

Vinti Andrews

Feng Chen Wang

In Gold We Trust

Studio Alch

Per Götesson

Quasimi

E. Tautz

Lou Dalton

 

Text: Jana Wilms

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